Bordeaux pflegt die Vergangenheit und öffnet sich der Zukunft

In der zweiten Ausgabe erörtern wir den Zuzug in die Städte und die Abwanderung aus dem ländlichen Raum. An vielen Orten in Europa zeichnet sich dieser Trend ab – das erfordert ein jeweils unterschiedliches Konzept für den Wohnungsmarkt. Wo weniger Menschen wohnen, gibt es ebenfalls weniger Läden, Arztpraxen und andere Einrichtungen. Manche Straßen oder sogar ganze Dörfer geraten somit in eine Sackgasse. Was ist erforderlich, um solche Einrichtungen in zurückbleibenden Regionen zu stabilisieren bzw. den überhitzten Wohnungsmarkt einer populären Stadt etwas abzukühlen, damit dieser räumliche Gegensatz sich zurückbildet?
  • Datum der Veröffentlichung: 15 Oktober 2015
BPD Magazin Nr. 2 downloaden
Franz-Josef Lickteig und Thomas Rau
Franz-Josef Lickteig (li), Thomas Rau (re) | © Foto Erik Smits
Radikaler Schwenk

Architekt Thomas Rau und Franz-Josef Lickteig (Geschäftsführer von BPD Immobilienentwicklung) über ihre gemeinsame Vision: die Notwendigkeit eines anderen Wirtschaftssystems, in dem die (Bau)welt besser und langfristiger funktionieren kann.

Wir wollen kein Auto sondern Mobilität. Wir wollen keine Lampen sondern Licht.
Thomas Rau
Founder RAU Architecten Amsterdam
Mobilität: Radfahrerin schiebt ihr Rad auf dem Gehweg
iStock©AzmanL
Mobil in der Stadt

Eine bessere Mobilität steigert nicht nur die Attraktivität der Stadt, sondern bringt auch große Kosteneinsparungen mit sich. Ein paar interessante Beispiele aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich.

Es fängt mit Bewusstwerdung an, man muss auch in seinem Denken mobil sein.
Lot van Hooij donk, Beigeordnete der Stadt Utrecht für Verkehr & Mobilität
© Illustration Tzenko
Auf dem Weg zur gesunden Stadt

Utrecht ist die erste niederländische Stadt mit einem Fahrverbot für alte Dieselfahrzeuge. Eine effektive Maßnahme, da sie den Rußausstoß um dreißig Prozent reduziert, indem die am stärksten verschmutzenden Pkw und Lieferwagen außen vor bleiben. Die Beigeordnete der Stadt Utrecht Lot van Hooijdonk ist damit zufrieden, würde aber lieber sehen, dass das ganze System verändert wird.

Die Qualität für die Menschen, die hier wohnen, ist wichtiger als die für die Menschen, die hier vorbeikommen.
Lot van Hooijdonk
Beigeordnete der Stadt Utrecht für Verkehr & Mobilität, Nachhaltigkeit und Umwelt

Weitere Artikel im BPD Magazin Nr. 02

          • Change and the city. Die Skylines der großen Weltstädte haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Das heutige Bild ist meistens bekannt, aber wie sah die Stadt vor 30 Jahren aus?
          • Smart durch Verknüpfung. Die intelligente Stadt gibt es nicht, behauptet der Urbanist Greg Clark. Es ist ja nicht die Stadt, die
            intelligent ist, sondern es sind deren Einwohner, die Verwaltung und die Datensysteme, die intelligent und eng miteinander verknüpft sind.
          • Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Wir müssen unsere Entscheidungen heute so treffen, dass nachfolgende Generationen auch
            noch etwas zu entscheiden haben und nicht vor vollendeten Tatsachen stehen. Ein Essay über die Quintessenz von Nachhaltigkeit.
          • Europa in einem Spagat. Das Muster wachsender und schrumpfender Städte und Regionen zeigt sich in ganz Europa.
            Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Über abreißen, renovieren und kreativ sein. 

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