Der Weg von BPD

Deutschland braucht Wohnraum. Der Bedarf ist an vielen Standorten groß, was angesichts niedriger Neubauvolumen vielerorts zu angespannten Wohnungsmärkten führt. Gleichzeitig wird vermehrt darüber diskutiert, wie neue Quartiere in sozial ausgewogener und ökologisch tragfähiger Weise entstehen können. BPD verfolgt dabei einen integrierten Ansatz, der über den reinen Wohnungsbau hinausgeht. Ein Gespräch mit Alexander Heinzmann (CEO) und Carl Smeets (Director Development).
  • Datum der Veröffentlichung: 4 Mai 2021

Wohngebiete sollten gesellschaftliche Vielfalt ermöglichen

Alexander Heinzmann: Wohnen ist emotional – ein Zuhause bedeutet Sicherheit, Zugehörigkeit und Lebensqualität. Wenn Menschen sich mit ihrem Wohnort identifizieren, stärkt das auch den Zusammenhalt im Quartier. Genau hier setzen wir an: mit einer Herangehensweise, die das Ganze im Blick behält.

Carl Smeets: Unser Ziel ist es, Quartiere zu entwickeln, die langfristig tragfähig sind – mit Angeboten für unterschiedliche Lebenssituationen. Dabei ist uns wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis aus Wohnformen, Infrastrukturen und öffentlichen Räumen zu schaffen. Quartiere gewinnen dann an Identität, wenn sie den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gerecht werden und Raum für Gemeinschaft bieten.

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Neue Herausforderungen erfordern neue Denkweisen

Muss Quartiersentwicklung im 21. Jahrhundert grundsätzlich neu gedacht werden?

Alexander Heinzmann: Städte und Gemeinden stehen heute vor der Aufgabe, den Wandel aktiv zu gestalten. Der demografische Wandel, Einwohnerwachstum und die Anforderungen an den Klimaschutz erfordern durchdachte Lösungen. Es geht darum, Flächen behutsam weiterzuentwickeln, Ressourcen zu schonen und dennoch eine hohe Lebensqualität sicherzustellen. Unsere Aufgabe als Projektentwickler ist es, diese komplexen Anforderungen in praxistaugliche Konzepte zu übersetzen.

Verantwortungsvoll wachsen – auch außerhalb der Zentren

Die zur Verfügung stehenden Flächenkapazitäten im urbanen Raum sind naturgemäß begrenzt. Der Nachfragedruck auf den Wohnungsmärkten nimmt aber weiter zu. Welche Möglichkeiten bestehen?

Carl Smeets: Das ist richtig. Die Nachfrage nach Wohnraum wächst, inzwischen auch im Umfeld wachsender Städte. Innenentwicklungen stoßen vielerorts an Grenzen, weshalb auch die Entwicklung neuer Gebiete notwendig wird. Wichtig ist dabei, dass diese in Einklang mit der bestehenden Stadtstruktur stehen. Eine nachhaltige Außenentwicklung bedeutet für uns, neue Räume mit Weitsicht zu denken – im Dialog mit allen Beteiligten, mit klarer Vision und fundierter Erfahrung.

Alexander Heinzmann: Als einer der großen integralen Projektentwickler in Deutschland und den Niederlanden arbeiten wir eng mit Kommunen zusammen, um nachhaltige und lebendige Quartiere zu realisieren. Uns geht es um langfristige Perspektiven – für Städte, Gemeinden und künftige Bewohnerinnen und Bewohner. Jede Entwicklung ist individuell, aber der Anspruch bleibt: ein Quartier mit echter Substanz zu schaffen und einer eigenen DNA.

Ganzheitlich denken, interdisziplinär arbeiten

Was kann BPD in die Waagschale legen, um die skizzierten Aufgaben auch im Interesse einer Kommune zu lösen?

Alexander Heinzmann: Unsere Herangehensweise ist interdisziplinär – vom ersten Konzept bis zur Realisierung arbeiten verschiedene Fachbereiche Hand in Hand. Je früher wir in den Austausch mit Kommunen und Partnern treten, desto zielgerichteter können wir planen. In unseren Projekten verfolgen wir das Ziel, ein harmonisches Ganzes zu entwickeln. Ganzheitliche Entwicklung bedeutet für uns auch, bereits zu Beginn ein klares gemeinsames Zielbild zu formulieren. Wir betrachten dabei nicht nur Wohnen, Städtebau und Architektur, sondern ebenso Freiraum, soziale Angebote, mögliche Arbeitsplätze, Mobilität, Zielgruppen, Bezahlbarkeit, Klimaanpassung und die wirtschaftliche Umsetzbarkeit. Aus diesen Perspektiven entsteht eine spezifische DNA für jedes Quartier. Sie dient allen Beteiligten als Orientierung und trägt dazu bei, auch über lange Planungs- und Realisierungszeiträume hinweg die wesentlichen Qualitäten konsequent zu sichern.

Carl Smeets: Dabei verstehen wir uns als verlässlicher Partner – gegenüber Kommunen, politischen Entscheidungsträgern und allen weiteren Projektbeteiligten. Unser Anspruch ist es, Projekte von der Idee bis zur Umsetzung zu begleiten – verantwortungsvoll und mit langfristiger Perspektive. Die Zugehörigkeit zur Rabobank gibt uns dafür die nötige Stabilität. Wir sind engagiert und ambitioniert – und überzeugt davon, dass gute Quartiere im Dialog entstehen.

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Verbindend und lösungsorientiert

Was sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren, damit aus einer Idee bzw. einer Vision auch gebaute Realität wird? Wie lässt sich die Arbeitsweise von BPD beschreiben?

Alexander Heinzmann: Die Entwicklung eines neuen Wohngebiets ist ein komplexer Prozess, weil es regelmäßig gilt, viele Akteure und Perspektiven einzubinden. Deshalb ist es für uns entscheidend, dass verschiedene Fachdisziplinen frühzeitig zusammenarbeiten und sich auf gemeinsame Ziele verständigen. Der Übergang von Bedarfsermittlung über die Planung bis zur Umsetzung ist dabei ein fortlaufender Prozess – mit vielen Schnittstellen, an denen Abstimmung und Transparenz entscheidend sind. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist zudem der Dialog: Je eher die Bedarfe zukünftiger Bewohnerinnen und Bewohner erkennbar werden, desto gezielter können wir diese in die Konzeptentwicklung einfließen lassen. Deshalb setzen wir auf frühzeitige Beteiligung – sowohl im fachlichen als auch im kommunalen Kontext. Unser Anspruch ist es, Quartiere zu entwickeln, die sich an den Bedürfnissen vor Ort orientieren und langfristig tragfähig sind. Wir denken dabei ganzheitlich: Das bedeutet für uns, über die Bauaufgabe hinauszudenken – etwa im Hinblick auf Mobilität, Infrastruktur oder gemeinschaftlich nutzbare Räume. Unsere interdisziplinären Teams arbeiten eng verzahnt und begleiten ein Projekt über alle Entwicklungsphasen hinweg. So können wir auch in dynamischen Prozessen flexibel reagieren.

Carl Smeets: Was unsere Arbeitsweise auszeichnet, ist ein verlässliches Zusammenspiel aus Erfahrung, strukturierter Prozessführung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Wir wissen, wie wichtig Vertrauen in langfristige Projekte ist – gerade für Kommunen, politische Entscheidungsträger oder weitere Projektbeteiligte. Als Projektentwickler übernehmen wir Verantwortung – von der Konzeptidee über die Realisierung bis zum fertigen Quartier. Ein gutes Quartier muss nicht nur bei seiner Fertigstellung funktionieren, sondern auch auf künftige Veränderungen reagieren können. Lebensmodelle, Mobilitätsbedürfnisse und klimatische Anforderungen entwickeln sich weiter. Deshalb achten wir auf anpassungsfähige Strukturen, robuste Freiräume und einen ausgewogenen Nutzungsmix. Für uns endet Verantwortung nicht mit der Schlüsselübergabe. Entscheidend ist, ob ein Quartier auch nach vielen Jahren lebenswert, sozial stabil und wirtschaftlich tragfähig bleibt. Unser Handeln sehen wir als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Die Zugehörigkeit zur Rabobank ermöglicht es uns, Projekte mit finanzieller Stabilität und langfristiger Perspektive anzugehen – ein Aspekt, der uns hilft, unseren Fokus auf Qualität und Verlässlichkeit zu richten.

BPD - ganzheitliches Denken bestimmt unser Handeln

Wir sind engagiert und ambitioniert.

Ideen für neue Wohn- und Lebensräume entstehen im Zusammenspiel zwischen Partnern, Kompetenzen und Bedürfnissen und wir übernehmen die Regie hierfür. 

Bildquelle: Istock Fotografixx

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