Blick in die Zukunft: Wie und wo die Generation 65plus im Jahr 2030 leben wird

Im Jahr 2030 werden – nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) – zirka drei Millionen mehr Wohnungen und Häuser von der Generation 65plus bewohnt werden als heute. Der steigende Bedarf an seniorengerechten Wohnungen erfordert mehr Neubauten und den Umbau von Bestandswohnungen. Über Wohnen im Alter, machen sich laut des Gutachtens die meisten 50- bis 65-Jährigen Großstädter wenig Gedanken; doch sie haben klare Wünsche. Das Gutachten erstellte der IW Köln in Kooperation mit der BPD Immobilienentwicklung GmbH und zeigt, welche Herausforderungen auf den Immobilienmarkt im Zuge des demografischen Wandels warten.

Lebensabend in der Großstadt mit Eigentumswohnung und Balkon

Für die Generation 50plus spielen die Themen Wohneigentum und Leben in der Großstadt eine zentrale Rolle. Fast 80 Prozent der Befragten plant in der Großstadt wohnen zu bleiben. „Aus der Umfrage lässt sich der Wunsch der künftigen Rentner ableiten, dass diejenigen, die gegenwärtig in einer Großstadt leben, dort auch alt werden möchten“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Schier. Die Ergebnisse zeigen auch, dass heutige Eigentumsbesitzer auch im Alter nicht zur Miete wohnen möchten. Selbst derzeitige Mieter wünschen sich mehrheitlich Wohneigentum. Fast ein Fünftel der Teilnehmer möchte – unabhängig von der Realisierbarkeit – umziehen. Der Alterswohnsitz sollte eine hohe Lebensqualität bieten und mit Balkon, Terrasse oder Garten ausgestattet sein, finden knapp 41 Prozent der Teilnehmer. Technische Hilfsmittel wie beispielsweise Aufzüge haben aktuell eine untergeordnete Rolle. „Diese Hilfsmittel werden erst im höheren Alter bedeutsam“, erklärt IW-Forscher Philipp Deschermeier. Für neue Wohnformen ist die Generation 50plus offen, wenn ihre Selbstständigkeit erhalten bleibt.

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